Mehr und bessere Information und Aufklärung

 

Wir kennen die Situation der betroffenen Paare sehr gut. Jedes Jahr führen wir in unseren Zentren etwa 30.000 Beratungen und Gespräche durch. Nach wie vor entdecken wir eine erschreckende Unkenntnis in Sachen Unfruchtbarkeit und gleichzeitig enorme Angst, darüber zu reden.

 

Deshalb fordern wir eine gezielte und ehrliche Information und Aufklärung:

  • das Thema „Kinderwunsch – eingeschränkte Fruchtbarkeit“ muss Bestandteil der Aufklärung und Familienplanung in Schulen und Beratungsstellen sein,
  • über die Gründe für die Unfruchtbarkeit des Mannes gilt es ebenso offen zu sprechen wie darüber, dass
  • die Schwangerschaftschancen der Frauen ab dem 35. Lebensjahr dramatisch abnehmen.

 

Aus Gesprächen mit rheinland-pfälzischen Parlamentariern haben wir gelernt, dass sie über Parteigrenzen hinweg nicht bereit sind, ungewollt kinderlosen Paaren bei Bedarf eine steuerfinanzierte Unterstützung zu gewähren. Deshalb ist es um so wichtiger, ungewollte Kinderlosigkeit mit vorbeugenden und gesundheitsfördernden Maßnahmen, mit Prophylaxe und Prävention zu thematisieren, zu verhindern und rechtzeitig zu behandeln.

 

Das Thema Unfruchtbarkeit muss raus aus der Tabuecke. Das ist eine gemeinsame Aufgabe der Gesundheits- und Familienpolitik und der Reproduktionsmedizin in Rheinland-Pfalz. Dazu gehören die rechtzeitige Information und Aufklärung der Jugendlichen in Schule, Berufsausbildung oder Beruf und der jungen Paare und Familien sowie eine offensive Information der Bürgerinnen und Bürger.

 

Wir möchten gemeinsam mit den Gesundheits- und Familienpolitikern in Rheinland-Pfalz eine solche gezielte und konzertierte Aktion anstoßen, planen und realisieren – damit noch mehr Wunschkinder in unserem Lande geboren werden.


 

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